Fünf wichtige Hinweise zum Energiesparprogramm der Stadt Stuttgart

Dezember 04, 2018

1. Förderfähige Maßnahmen sind auf Wohngebäude mit maximal 150 m² je Wohneinheit begrenzt Ausnahmeregelungen gibt es, wenn sie Eigentümer eines Mehrfamilienhauses sind, und die Wohnfläche nur teilweise 150 m² überschreiten.

2. Der Förderantrag muss vor Auftragsvergabe an den Handwerker sowie Beginn der Maßnahme beim Amt für Liegenschaften eingereicht werden.
Den Förderantrag der Stadt Stuttgart muss beim Amt für Liegenschaften und Wohnen eingereicht werden. Wichtig ist, dass der Antrag vor Beauftragung der Handwerker sowie Beginn der Maßnahme vorliegen muss. Je nachdem, welche Maßnahme Sie planen, sind unterschiedliche Anlagen zum Antrag erforderlich. Diese finden Sie in der Checkliste zur jeweiligen Maßnahme in unserem Download-Bereich.

3. Vereinbaren Sie einen Beratungstermin im EBZ Stuttgart e. V.
Damit die Antragsunterlagen vollständig sind, benötigen Sie ein Beratungsprotokoll vom EBZ Stuttgart e. V. Um dieses zu erhalten, sind ein Erstberatungstermin im Energieberatungszentrum sowie ein Handwerkerangebot über die geplante Maßnahme erforderlich. Ein Beratungstermin ist, nach vorheriger telefonischer Vereinbarung in der Regel mittwochs und donnerstags möglich. Bis zum Beratungstermin haben Sie die Möglichkeit, bereits Angebote für die von Ihnen geplanten Maßnahmen beim Handwerker anzufordern. Informieren Sie Ihren Handwerker über die erforderlichen Inhalte.

4. Beachten Sie die erforderliche Angaben im Handwerkerangebot
Damit das EBZ prüfen kann, ob Ihre Maßnahme förderfähig ist, müssen gewisse Inhalte im Handwerkerangebot enthalten sein. Teilweise sind auch zusätzliche Unterlagen erforderlich:

  • Sanierung der Gebäudehülle:
    Aus dem Angebot müssen die Bauteilfläche, Dämmstoffdicke sowie Dämmstoffqualität ersichtlich sein. Der erforderliche U-Wert muss eingehalten werden, weshalb eine separate U-Wert Berechnung des Bauteilaufbaus notwendig ist.
  • Heizungserneuerung:
    Im Angebot muss ein hydraulischer Abgleich aufgeführt sein und nach Abschluss der Sanierung durchgeführt werden. Hierfür kann ein VdZ-Formular verwendet werden, dieses füllt der Installateur aus. Zusätzlich muss eine Hocheffizienzpumpe Kl. A eingebaut werden. Diese ist häufig bereits im Heizgerät enthalten.
  • Solarthermie-Anlage:
    Das Angebot muss die Anzahl der Kollektoren, den Kollektortyp sowie die Bruttokollektorfläche enthalten.

5. Denken Sie beim Heizungstausch an die Erfüllung des EWärmeG!
Bereits seit dem 1. Januar 2010 gilt das Erneuerbare-Wärme-Gesetz (EWärmeG). Dieses verpflichtet Eigentümer von Wohngebäuden dazu, bei der Heizungssanierung 15 % erneuerbare Energien zu nutzen oder den Wärmeenergiebedarf des Gebäudes um 15 % zu senken. Hier gibt es diverse Erfüllungsoptionen der Anlagentechnik, z. B. eine Solarthermie-Anlage zur Warmwasserbereitung, eine PV-Anlage, eine Kraft-Wärme-Kopplung oder bauliche Ersatzmaßnahmen wie beispielsweise die Dämmung der Fassade, der Dachflächen oder der Kellerdecke.

Eine ausführliche Beschreibung sowie eine Übersicht des EWärmeG finden Sie hier: https://um.baden-wuerttemberg.de/de/energie/neubau-und-gebaeudesanierung/erneuerbare-waerme-gesetz-2015/erfuellungsoptionen-wohngebaeude/

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